Wie seriös sind eigentlich Hundetrainer?

Seit wir mit der Ausbildung zum Hundetrainer bei Ziemer & Falke begonnen haben, kommt hier und da auch immer wieder einmal die Frage auf, wie seriös das eigentlich ist? Schließlich kann sich doch jeder als Hundetrainer bezeichnen. Ist das so?

„Hundetrainer“ ist kein geschützter Begriff – jedoch kann man auch nicht einfach als ein solcher arbeiten. Im Gegensatz beispielsweise zum Fotografen, wo jeder sich als solcher bezeichnen darf und auch seine Dienstleistung als Fotograf verkaufen kann (hier ist z.B. lediglich der Fotografen-Meister geschützt), darf nur als Hundetrainer arbeiten, wer die behördliche Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz erhalten hat. Dazu muss eine Prüfung abgelegt werden, die einen theoretischen und einen praktischen Teil beinhaltet und bei welcher ein Prüfer, sowie auch ein Amtstierarzt anwesend sind. 

Nur wenn man diese bestanden hat, darf man auch als zertifizierter Hundetrainer Menschen im Umgang mit Hunden anleiten. Die Zertifizierung durch die Tierärztekammern führt somit also auch zu einer unabhängigen und qualitativen Überprüfung von Hundetrainern und gewährleistet einen möglichst hohen Standard. 

Ein Hundetrainer, der die Prüfung bei der Tierärztekammer bestanden hat, besitzt also das Fachwissen und die nötige Methodenkompetenz, die nötig ist, um die Prüfung zu bestehen.

Somit hebt man sich auch von “selbsternannten“ Hundetrainern ab. 

Kleiner Fun-Fact am Rande: Der sich ebenfalls selbsternannte „Hunde-Flüsterer“ Cesar Milan hat diese Prüfung NICHT bestanden und darf deshalb auch in Deutschland nicht als Hundetrainer praktizieren.

Natürlich kann auch so mancher Trainer die Prüfung bestanden haben, welcher vielleicht nicht 100%-ig sauber oder eventuell sogar mit teilweise veralteten oder sinnlos gewalttätigen Methoden arbeitet – wie sich diese Situation gestaltet, kann an dieser Stelle von uns nicht beleuchtet oder beantwortet werden. Im Zweifel sprecht euren Trainer einfach darauf an, wie er arbeitet: Ein guter Trainer wird gerne seine Methoden näher (und gut für den Halter verständlich) ausführen und erklären. Hier sollte jeder Hundehalter immer auch auf sein Bauchgefühl achten und, sollte er sich bei einem Trainer unwohl oder nicht gut aufgehoben fühlen, den Trainer wechseln. Denn ein Training das nur widerwillig oder halbherzig ausgeführt wird (weil man es eigentlich nicht auf diese Art möchte), wird weder Euch, noch Eurem Hund Spaß machen.

Wer noch mehr dazu erfahren möchte, kann gern in dieses Video mit Kristina Ziemer-Falke schauen, in welchem sie Einiges zu diesem Thema selbst schildert:

An dieser Stelle könnte durchaus als Fazit gezogen werden, dass ein behördlich zertifizierter Trainer neben fundiertem, theoretischen Fachwissen, auch seine praktische Eignung bewiesen hat, sodass eine seriöse geprüfte Qualifikation unterstellt werden kann. Was jeder Trainer daraus für sich macht und wie er seine Arbeit gestaltet, muss natürlich im Einzelfall betrachten werden. Das Positive daran ist: Je nach den Bedürfnissen, dem Fokus und den Vorlieben bzw. Mentalität kann so jeder Halter den für sich passenden Trainer suchen. 🙂

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